• Jolanda Rose

„Denkt weniger wie ein Anwalt, sondern mehr wie ein ITler oder BWLer“

Aktualisiert: 4. März 2019



Seit 2014 digitalisieren Maximilian Block und Jacob Saß mit ihrem Legal Tech-Unternehmen den Rechtsmarkt. „Wir bieten den einfachsten Zugang zum Recht: jederzeit fair, transparent und digital“, sagen die Gründer von advocado. Mit ihrem Service helfen sie Rechtsuchenden, den besten Anwalt für ihr Rechtsanliegen zu finden und immer einen Überblick über die Kosten zu haben.


Das Konzept unterscheidet sich von anderen Legal-Techs


Um die komplizierte Suche nach dem richtigen Anwalt zu vereinfachen, schlägt die Software von advocado auf Grundlage des online geschilderten Problems einen passenden Anwalt vor. Dabei gilt das Prinzip „Spezialisierung vor räumlicher Nähe“. Deshalb findet nicht nur die Vermittlung, sondern auch die gesamte Fallabwicklung und Kommunikation über advocado.de statt. Hochverschlüsselt und auf mehreren Kanälen (z. B. via Videochat) können Mandant und Anwalt miteinander kommunizieren und auch Dokumente austauschen. Über 35.000 Mandanten aus ganz Deutschland und dem Ausland hat advocado so schon zu ihrem Recht verholfen.


10 Tipps der Gründer


#1 Einfach machen. Setzt eure Ideen um und testet sie am Markt. Nur so erfahrt ihr, ob sie Potenzial haben. Ein Beispiel: Noch vor einigen Jahren war es undenkbar, Mandanten eine kostenfreie Ersteinschätzung anzubieten. Heute machen es fast alle Legal Techs. Es braucht nur kluge und mutige Köpfe, um solche Ideen zu entwickeln und umzusetzen.


#2 Geht zu Veranstaltungen und knüpft Kontakte. Legal-Tech-Veranstaltungen haben gerade Hochkonjunktur. Man muss nicht immer vor Ort sein, aber zu Beginn helfen solche Veranstaltungen, wichtige Leute kennenzulernen und seine Geschäftsidee zu präsentieren.


#3 Investiert euer Geld klug. Das Produkt und die Lösung sind viel wichtiger als schicke Lofts und teure Büroausstattung. Wir haben advocado 2014 mit nur 1.000 Euro Startkapital gegründet.


#4 Tauscht euch mit Gleichgesinnten aus. Beim Bundesverband Deutsche Startups e. V. wurde dazu eine eigene Legal-Tech-Plattform geschaffen. Ein offener Austausch ist wichtig, um die Zukunft des Rechtsdienstleistungsmarktes erfolgreich und nachhaltig zu gestalten.


#5 Seid schnell bei allem, was ihr macht. Geschwindigkeit ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor – egal ob auf euer Wachstum oder auf eure Lösung bezogen. Dabei gilt: Schnell und einfach muss es sein. Von der Rechtsfrage bis zum ersten Kontakt mit einem unserer 350 Partner-Anwälte vergehen bei uns i. d. R. maximal zwei Stunden.


#6 Bleibt immer auf dem neuesten Stand. Man muss nicht auf jeden Trend aufspringen, aber identifiziert diejenigen, die für euch wichtig sind. 2016 war Amazon Alexa ein neues, spannendes Tool und wir haben mit „Alexa: Frag advocado nach einem Anwalt“ entsprechend reagiert.


#7 Denkt weniger wie ein Anwalt und mehr wie ein IT- und BWLer. Bei Legal Tech geht es um mehr als Online-Rechtsberatung – ökonomische und technische Aspekte rücken zunehmend in den Fokus. Die sehr verschiedenen Fachbereiche müssen unter einen Hut gebracht werden. Das ist anspruchsvoll, aber sonst würde es ja auch jeder machen.


#8 Seid mutig und bleibt trotzdem bescheiden. Wer viel verändern will, muss auch viel wagen. Dabei gilt allerdings: Selbstbewusstsein heißt nicht Überheblichkeit.


#9 Lasst eure Nutzer für euch sprechen. Vertrauen ist vor allem bei neuen Lösungen wie Legal Tech wichtig und muss sich erarbeitet werden. Dabei helfen positive Bewertungen und Weiterempfehlungen durch zufriedene Nutzer.


#10 Lest, um als Gründer stetig besser zu werden. Maximilian Block, CEO von advocado, empfiehlt zum Beispiel „Zero to One: Wie Innovation unsere Gesellschaft rettet“ von Peter Thiel oder auch „Tomorrow's Lawyers: An Introduction to Your Future“ von Richard Susskind.

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